Das Amtsgericht Ravensburg hat am 20. Oktober 2026 das vorläufige Insolvenzverfahren über die VOLLMER WERKE Maschinenfabrik GmbH in Eigenverwaltung in Deutschland angeordnet. Die VOLLMER WERKE, ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Sitz in Biberach an der Riß, ist seit über 100 Jahren in der Entwicklung und Herstellung von Schärf-, Schleif- und Erodiermaschinen, Laserbearbeitungsmaschinen sowie Automatisierungslösungen für die holz- und metallverarbeitende Industrie tätig.
Die Geschäftsführung der VOLLMER WERKE wird durch den erfahrenen GÖRG-Partner und Sanierungsexperten Dr. Holger Leichtle beraten. Zum vorl. Sachwalter wurde Dr. Danko, Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht, bestellt. Das Unternehmen setzt seinen Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fort; die Löhne und Gehälter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert. Kunden und Geschäftspartner können sich weiterhin an ihre bisherigen Ansprechpartner wenden.
Die Entscheidung, ein Eigenverwaltungsverfahren zu beantragen, war notwendig, um die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu stabilisieren und das Unternehmen für die Zukunft neu auszurichten. Die aktuelle Marktsituation ist geprägt von einer allgemein schwierigen wirtschaftlichen Lage und einem zurückhaltenden Investitionsverhalten von Kunden. Die VOLLMER WERKE baut insbesondere den weltweiten Vertrieb weiter aus und entwickelt darüber hinaus neue Produkte.
Die Tochtergesellschaften der VOLLMER WERKE sind von der Insolvenz in Eigenverwaltung nicht betroffen und führen ihren Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter.
„Unser gemeinsames Ziel ist es, die notwendigen Maßnahmen schnell und stringent umzusetzen“, erklärt die Geschäftsführung der Gruppe.
Die VOLLMER WERKE Maschinenfabrik GmbH aus Biberach an der Riß ist ein familiengeprägtes Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Maschinen zur Bearbeitung von Bandsägen, Kreissägen und Rotationswerkzeugen spezialisiert hat. Es versorgt global holz- und metallbearbeitende Industrien mit hochmodernen Werkzeugbearbeitungsmaschinen und ist in der Branche etabliert. Die von den VOLLMER WERKEN hergestellten Maschinen finden dabei in der Lebensmittel- und Zerspanungsmechanikindustrie bis hin zur Kunststoff-, Papier- und Medizintechnik ihre Verwendung.
Das Unternehmen hat rund 60 Modelle an Schleif-, Erodier- und Lasermaschinen entwickelt, die weltweit geliefert werden. Mit einer über 100-jährigen Geschichte verfügen die VOLLMER WERKE über langjährige technologische Erfahrung, umfassendes Know-how, weltweite Kundenbeziehungen und internationale Tochtergesellschaften.
„In der aktuellen Situation fokussieren wir uns auf die Kernkompetenzen der VOLLMER WERKE, um langfristig stabil zu bleiben“, so Dr. Leichtle. „Die Einleitung des Verfahrens ist ein wichtiger Schritt, um die notwendigen Maßnahmen umzusetzen und die Wettbewerbsfähigkeit der VOLLMER WERKE zu sichern.“
Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist es, die VOLLMER WERKE als traditionsreichen und international tätigen Spezialisten für Werkzeugbearbeitungsmaschinen langfristig zu erhalten und eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage für die Zukunft zu schaffen. Dabei sind das Engagement der Mitarbeitenden sowie das Vertrauen und die Unterstützung der Kunden und Geschäftspartner wichtige Voraussetzungen für die angestrebte Fortführung des Unternehmens.
Das Unternehmen wird über die weitere Entwicklung des Verfahrens informieren, sobald neue Informationen vorliegen.
Berater VOLLMER WERKE
GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB / GÖRG Insolvenzverwaltung Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB / GÖRG Rechtsanwälte/Insolvenzverwalter GbR
Dr. Holger Leichtle (Generalbevollmächtigter, Partner, Sanierung, Insolvenzrecht, Stuttgart)
