Partnerschaft bei GÖRG

Ein Interview mit Dr. Katja Kuck  über ihre Erfahrungen als Partnerin bei GÖRG.

Erfahrungsbericht

Frau Dr. Katja Kuck zählt seit 2002 zu unseren Partnerinnen bei GÖRG. Sie berät national und international tätige Unternehmen in den Bereichen Gesundheitsrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Compliance und interne Untersuchungen. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Healthcare & Life Sciences, sowie Medien.


Mit welchem Ziel haben Sie damals Ihr Jura-Studium begonnen? Was hat Ihren Karriereweg maßgeblich beeinflusst?
Mein Start ins Jura-Studium war eher eine „Verzweiflungstat“. Ich hatte eigentlich ein Au-Pair Jahr nach der Schule geplant, was sich jedoch zerschlagen hat. Meine Eltern hatten mich im Vorfeld und in weiser Voraussicht dazu gedrängt, mich für irgendein Studium einzuschreiben. Mein Vater wollte insofern gerne, dass ich Jura studiere, so dass ich mich bei der ZVS für Jura beworben hatte. Als sich das Au-Pair-Thema zerschlagen hat, habe ich dann eben das Jura-Studium begonnen. Ziele hatte ich damals noch keine. Im Laufe des Studiums merkt man dann aber schnell, dass es darum geht, ein Examen mit der Note „vollbefriedigend“ abzuschließen. Das war zunächst mein Ziel. Im Rahmen der Referendarzeit hat sich dann mein Berufswunsch „Rechtsanwalt“ herauskristallisiert.

Könnten Sie kurz Ihren Weg bis in die Partnerschaft bei GÖRG beschreiben?
Ich habe zunächst als Associate im Dezernat von Herrn Dr. Prinz angefangen und dort meine ersten anwaltlichen Erfahrungen vor allem im Bereich Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und Markenrecht gemacht. Ich durfte sehr selbständig arbeiten und habe schon bald mit anderen Kollegen zusammengearbeitet und diese in meinen Rechtsgebieten unterstützt. So habe ich es geschafft, eigene Mandate zu akquirieren und zum Beispiel für unseren Mandanten Endemol seiner Zeit federführend die erste Reality Show „Big Brother“ betreut. Im Rahmen der von GÖRG begleiteten Insolvenz der Kirch-Media-Gruppe habe ich die urheberrechtlichen Themen betreut, was damals rechtliches Neuland und eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe war. So wurde ich bereits nach 5 Jahren zum Partner ernannt, allerdings muss man sagen, dass GÖRG zu diesem Zeitpunkt noch deutlich kleiner war als heute.

In den vergangenen Jahren haben Sie es geschafft, ein stabiles und erfolgreiches Team um sich herum aufzubauen. Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben und worauf legen Sie Wert bei der Entwicklung Ihrer Mitarbeiter? 
Ich befürchte, meine Mitarbeiter würden mich als anspruchsvoll beschreiben. Das stimmt wahrscheinlich auch. Im täglichen Miteinander geht es aber in der Regel sehr locker zu, wir arbeiten alle auf „einer Ebene“ und ich bemühe mich, immer für die Fragen meiner Mitarbeiter zur Verfügung zu stehen - das klappt allerdings leider nicht immer. Ich versuche meine Mitarbeiter daher auch zum selbständigen Arbeiten zu animieren. Denn das ist der große Vorteil bei GÖRG: Hier kann man viel selbst bewegen, wenn man sich engagiert und die Dinge selbst in die Hand nimmt.

Ihr Tätigkeitsschwerpunkt IP/IT Commercial  als auch die Partnerschaft insgesamt sind vorzugsweise von männlichen Kollegen geprägt. Hatten Sie jemals das Gefühl sich als Frau besonders beweisen zu müssen?
Grundsätzlich ist und war das Arbeiten bei GÖRG immer von gegenseitigem Respekt unabhängig von der Differenzierung zwischen „Mann“ oder „Frau“ geprägt. Aber natürlich bleibt es nicht aus, dass bei einem solchen „Männer-Überhang“ viele Dinge eher aus der männlichen Perspektive gesehen werden. Glücklicherweise haben wir ja zwischenzeitlich einen sehr hohen Anteil an weiblichen Mitarbeiterinnen auf Ebene der Associates und auch auf Partner-Ebene nimmt der Frauenanteil stetig zu.

Sie selbst sind schon seit einigen Jahren Partnerin bei GÖRG in Teilzeit. Wie erleben Sie die Akzeptanz einer Teilzeitpartnerschaft durch die anderen Partner?
Mit meinen Mandanten gab es erfreulicherweise überhaupt keine Probleme, als ich von Vollzeit auf Teilzeit umgestellt habe. Im Gegenteil, viele meiner Ansprechpartner kennen diese Situation aus eigener Erfahrung oder aus ihrem eigenen Umfeld und Unternehmen. Kindergeschrei im Hintergrund bei einem Telefonat fanden meine Mandanten eher lustig und es hat zu einer persönlichen Gesprächsebene geführt. Meine Kollegen haben sich da tatsächlich etwas schwerer getan. Allerdings muss man ihnen insoweit aber auch zugutehalten, dass ich die erste Teilzeit-Partnerin bei GÖRG war und bis dahin ja auch immer zu jeder Tages- (und Nacht-) Zeit zur Verfügung stand. Die Umstellung fällt da eben etwas schwerer.

Können Sie uns einen Einblick in Ihren „Arbeitsalltag“ als Partnerin geben? Wie sieht ein normaler Tag bei Ihnen aus? Bleibt Ihnen genügend Zeit, um mal durchzuatmen?
Als Partner(in) hat man tatsächlich ziemlich viel um die Ohren. Denn bei GÖRG legen wir ja Wert darauf, dass auch und gerade der Partner das Mandat persönlich führt und die Arbeit nicht nur delegiert. Man taucht also einerseits tief in die jeweiligen Rechtsthemen ein, muss aber andererseits auch sein Team führen, Arbeit delegieren, korrigieren, die Mitarbeiter und Sekretariate motivieren. Gleichzeitig muss man schauen, dass die Arbeit rechtzeitig abgerechnet wird; und weil wir uns ja auch weiterentwickeln wollen, gehören Akquise- und Marketingaktivitäten natürlich auch zum Arbeitsalltag dazu. Das ist manchmal ganz schön viel, was so in einen „Teilzeit“-Arbeitstag hineinpassen muss. Aber es macht natürlich auch Spaß, immer ganz nah dran zu sein am Mandanten, im Team zu arbeiten und sich auszutauschen. Gerade der Austausch und die Zusammenarbeit mit den Kollegen empfinde ich oft als eine Zeit, in der man mal „durchatmet“, weil man sich ganz auf eine Sache konzentrieren kann.

GÖRG-Newsletter

Wir informieren Sie über aktuelle rechtliche Entwicklungen aus den für Sie relevanten Bereichen.

Bestellen Sie jetzt unseren Newsletter.

Wir verwenden Cookies, um die Nutzung unserer Website statistisch auszuwerten.

OK Tracking ablehnen Datenschutzerklärung